Aktuelles aus der Wir AG

Vortrag: Israelische Jugendkulturen im Crashkurs

Plakat der Interkulturellen Tage 2016

am 21. September 2016 ab 19 Uhr - im Rahmen der Interkulturellen Tage

Mit Gabriel S Moses (Comiczeichner und Schriftsteller, geboren in Jerusalem)

 

Der Begriff "Jugendkultur" lässt uns für gewöhnlich zunächst an wütende Punks, Hardcore und Skatekultur, traurige Emo-Kids, Rapper in Baggy-Pants und andere bekannte Codes und Trends der “westlichen Kultur” denken. Wie jedes andere Land auch, das Teil am westlichen Welthandel hat, wird auch Israel stark von der westlichen Kultur beeinflusst und so erscheinen auch die Jugendkulturen als westliche.

Wenn wir unseren Blick jedoch hinter diese offensichtlichen Merkmale wenden, finden wir ein deutlich breiteres Feld von kulturellen Bewegungen und sich gegenseitig in Bezug nehmende Identitäten innerhalb der vielfältigen Gesellschaft Israels.

Die starke zionistische Gesinnung, die Militärpflicht für die israelische Jugend im Alter von 18 bis 21 Jahren und die unterschiedlichen Einstellungen zur militärischen Präsenz in den umstrittenen palästinensischen Gebieten, sind nur ein paar der Faktoren, die die Lebenswelt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Israel prägen. Zusammen mit den Widersprüchen, die durch den Versuch entstehen, vielfältige eingewanderte Gruppen von Juden und Nichtjuden aus aller Welt in so einem kleinen und streng abgesteckten Land in ein Framework gemeinsamer Werte, kultureller Identität und Ideologie zu integrieren, ist es umso bemerkenswerter, dass Israel wie vielleicht kein anderes Land ein kultureller Schmelztiegel ist, was zuerst und vor allem durch die Jugend so empfunden wird.

Der Vortrag skizziert die verschiedenen Jugendkulturen und Jugendgruppen, die in Israel und in den besetzten Gebieten am bedeutendsten sind und stellt sie in den Kontext von Israels Kultur, Demographie und Geschichte.

Gabriel S Moses wurde 1982 in Jerusalem geboren und lebt seit 2009 in Berlin. Er ist Comiczeichner und Autor. Am 21.09. bringt er einige seiner Werke mit.


Direkte Demokratie – Chancen und Risiken

Podiumsdiskussion am 14. September 2016, ab 19 Uhr. Eine gemeinsame Veranstaltung des WIR e.V., der GMS Sachsen e.V. und der RLS Sachsen

Mit Eberhard König (Sprecher der Gemeinschaft für Menschenrechte im Freistaat Sachsen e.V.), Antje Feiks (Landesgeschäftsführerin DIE LINKE.Sachsen), Max Schoene (Politikwissenschaftsstudent), Franziska Fehst (Moderation)

 

Die direkte (oder plebiszitäre) Demokratie ist eine demokratische Herrschaftsform, bei der politische Entscheidungen unmittelbar vom Volk/den Bürger*innen getroffen werden. Auch in Deutschland gibt es dazu praktische Erfahrungen. Unmittelbar nach Beendigung des 2. Weltkrieges gab es in Sachsen und Hessen Volksentscheide zur Enteignung der Nazi- und Kriegsverbrecher. 

Anlässlich des 70. Jahrestages des Volksentscheides in Sachsen wollen wir anhand des historischen Kontextes über verschiedene Formen der direkten Demokratie (Bspw. Schweiz) diskutieren. Wir wollen uns verschiedenen Fragen stellen: Welche Chancen hat direkte Demokratie? Welche Risiken ergeben sich in Zeiten des immer stärkeren werdenden Rechtspopulismus? Was können linke Antworten darauf sein?