Verordneter Antifaschismus in der DDR?

Dienstag, 21. Juni um 18:00 Uhr

REIHE: Junge Rosa - richtet sich speziell an Jugendliche und junge Erwachsene

Den „Faschismus mit Stumpf und Stiel“ auszurotten war ein wesentliches Staatsziel der DDR.

Was bedeutete dies für die Vergangenheitspolitik und Erinnerungskultur in der DDR?

Fragt man heute nach dem Umgang mit der NS-Vergangenheit in der DDR, stößt man schnell auf die Formel vom „verordneten Antifaschismus“.

Der Politologe Herfried Münkler spricht vom Antifaschismus „als Gründungsmythos der DDR“. Manche Historiker sehen im Antifaschismus der DDR ein Abgrenzungsinstrument nach Westen und Herrschaftsmittel nach innen. Wie berechtigt sind diese Zuweisungen?

Wie ging die DDR mit dem Holocaust um und wie sehr war der Antisemitismus ein fortdauerndes Problem?

Warum konnte in der DDR eine rechtsextreme Szene entstehen?

Der Vortrag versucht, auf diese und weitere Fragen Antworten und Denkanstöße zu geben sowie zur Diskussion anzuregen.

Die Referentin Dr. Antje Meurers (Gymnasiallehrerin für Geschichte und Gemeinschaftskunde) stützt Sich dabei auf wissenschaftliche Untersuchungen, Zeitzeugenberichte und eigene Erfahrungen.

 

Die neue intellektuelle Rechte

Bild: strassenstriche.net/flickr.com (CC BY-NC 2.0)

Freitag, 24. Juni um 19:00 Uhr

Die Neue intellektuelle Rechte macht europaweit mobil, Aufklärung ist gefragt!

Die Neue intellektuelle Rechte macht europaweit mobil, Aufklärung ist gefragt! Natascha Strobl (Wien) und Stefan Kleie (Dresden) analysieren Netzwerke, Vordenker und rhetorische Strategien einer diffusen Bewegung. Dabei soll es um die Verschiebung in der Flüchtlingsdebatte gehen und  die Annäherung vieler öffentlicher Intellektueller - von Botho Strauß bis Rüdiger Safranski oder Reinhard Jirgl - an Konzepte und Strategien  der Neuen Rechten.  Im Zentrum steht dabei der Versuch, nicht nur einzelne "diskursive  Versatzstücke" zu analysieren, sondern die Argumentation zu rekonstruieren, die man formal durchaus als subversiv verstehen kann. Inwiefern gelingt es intellektuellen Rechten wie etwa Frank  Böckelmann oder Martin Lichtmesz, an Diskursformen der Postmoderne bzw. der Popkultur anzuknüpfen? Welche Rolle spielt dabei die Identitäre Bewegung? Welche Rolle spielen althergebrachte Männlichkeitsideale  innerhalb der "Neuen Rechten"?

Natascha Strobl  hat in Wien Politikwissenschaft und Skandinavistik studiert und mit einer Arbeit zur Neuen Rechten abgeschlossen. Sie ist aktive Antifaschistisn und betreibt den Blog „Schmetterlingssammlung“.

Stefan Kleie hat Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft und Alte Geschichte in Dresden und Tübingen studiert und wurde 2011 mit einer Arbeit über den "Rosenkavalier" an der Universität Basel promoviert. Seit Anfang 2016 arbeitet er als Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte der TU Dresden. Daneben schreibt er als freier Journalist u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das neue deutschland und die Dresdner Neuesten Nachrichten.

Mit Natascha Strobl (Antifaschistin, Bloggerin „Schmetterlingssammlung“), Stefan Kleie (freier Journalist); Moderation: Sven Brajer (RLS Sachsen)